Ressort Wirtschaft & Finanzen des Bundesverbandes

Primäre Anlaufstelle für Veröffentlichungen des Ressorts Wirtschaft & Finanzen ist der Webauftritt unter https://www.dlrg.de/fuer-mitglieder/wirtschaft-finanzen.html.

Praktische Tipps für die Buchhaltung sind in der "Arbeitshilfe für den Schatzmeister" (Downloadlink) zusammengetragen. Der Leitfaden besteht aus zwei Teilen:

  • I: Fachlicher Überblick (Stand Juli 2014)
  • II: Buchungen (Stand August 2010)

Vergütung von Übungsleitertätigkeiten

Unter den weiteren Unterlagen hervorzuheben ist die Vorlage einer "Erklärung über eine nebenberufliche Tätigkeit in der DLRG i.S. §3 Nr. 26 EStG". Sofern ihr eure Übungsleiter vergütet (ugs. Übungsleiterpauschale), müsst ihr euch durch diese Erklärung über die Tatsache versichern, dass der jeweilige Übungsleiter nicht durch weitere Tätigkeiten die steuerlichen Freibeträge überschreitet, ab denen ihr/der Verein (als Arbeitgeber) Lohnsteuer einzubehalten und Sozialversicherungsbeiträge abzuführen hättet.

Vergütung von Vorstandstätigkeiten [in der DLRG unzulässig]

Wichtig in diesem Zusammenhang: Mit dem "Gesetz zur weiteren Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements" (2007) hat der Gesetzgeber Steuererleichterungen auch für die Vergütung von sonstigenTätigkeiten im Dienst oder Auftrag des Vereins (ugs. Ehrenamtspauschale) eingeführt (§3 Nr. 26a EStG). Darunter fällt grundsätzlich auch die Tätigkeit als Vorstand eines Vereins. Hierzu Folgende Anmerkungen:

  • Aus §3 Nr. 26a EStG keine besonderen Anforderungen an die vergüteten Tätigkeiten. (Vorstandstätigkeit, selbst erbrachte Reinigungs oder Handwerkerleistungen, ...)
  • Vorstandsmitglieder sind grundsätzlich unentgeltlich tätig (§27 Abs. 3 BGB). Eine abweichende Regelung kann in der Satzung getroffen werden (§40 BGB). Es bedarf somit zwingend einer Satzungsänderung um nicht gegen das Gebot der Selbstlosigkeit zu verstoßen und damit die Gemeinnützigkeit des Vereins zu gefährden.

Zusätzlich zu diesem rechtlichen Rahmen sind die Vorgaben innerhalb der DLRG zu beachten:
Der Präsidialrat der DLRG hat sich (nach Einführung des Ehrenamtsfreibetrags in 2007) im Frühjahr 2008 noch einmal ausdrücklich für das Prinzip der Unentgeltlichkeit im Ehrenamt verbindlich ausgesprochen. Die Gewährung von Aufwandsentschädigungen für Funktionsträger widerspreche elementar den in unseren Satzungen festgelegten Grundsätzen. Wegen der Satzungsanalogie zur Bundessatzung für Satzungen der Untergliederungen verneinte der Präsidialrat auch Änderungen der Satzungen von Untergliederungen. Damit sei der Einsatz dieser neuen Option eines freien pauschalen Aufwandsbetrags für alle Mandats- und Funktionsträger der DLRG ausgeschlossen. [Quelle: DLRG Newsletter 5/2008]

Damit kommt eine Vergütung von Vorstandstätigkeiten innerhalb der DLRG nicht in Betracht.

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Referenzen

  • Gesetz zur Stärkung des Ehrenamtes (BGBl. 2013)
  • Gesetz zur weiteren Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements (BGBl. 2007)

Pauschalierung von Zahlungen zum Aufwandsersatz

Bei den oben genannten Vergütungen handelt es sich um Entschädigung für die eingebrachte Zeit ("Arbeitszeit"/"Arbeitskraft") im Dienste des Vereins.

Demgegenüber können bei einer Person im Rahmen der Tätigkeit für einen Verein auch Kosten (Sachkosten) anfallen. Diese Kosten können üblicherweise in ihrer Höhe exakt nachgewiesen (z.B. durch Rechnungen) werden und werden durch den Verein grundsätzlich unbegrenzt ersetzt. Bei der Person, die in Vorlage gegangen ist, handelt es sich nach Erstattung des Vereins um ein Nullsummenspiel. Der Verein berücksichtigt/verarbeitet die zugehörigen Belege "normal" in seiner Buchhaltung.

Nicht alle Kosten, die einer Person im Rahmen ihrer Tätigkeit für den Verein entstehen, lassen sich eindeutig ermitteln. Beispiele sind Fahrtkosten (deren Behandlung meist über eine Reisekostenordnung geregelt ist), (Mit-)nutzung des privaten Telefon- und Internetanschlusses oder Verbrauch von Büromaterial aus dem Privatvorrat. In solchen Fällen ist eine Pauschalierung des tatsächlichen Aufwands möglich, sofern sich die Höhe der Pauschale plausibel herleiten lässt. Einen gesetzlichen Grenzwert gibt auch hier nicht (siehe Ausführungen zum Wesen des Auslagenersatzes im vorherigen Absatz), innerhalb der DLRG gilt jedoch eine Höchstgrenze von 60 EUR monatlich im Falle der Zahlung eines pauschalen Aufwandsersatzes. (Referenz: Beschluss der Präsidialratstagung vom 6./7.11.2015 in Bad Nenndorf TOP 3.13.1 mWz 1.1.2016)

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