Häufig gestellte Fragen - Finanzen

Aufmerksamkeiten - Welche Zuwendungen an Mitglieder sind zulässig und welche steuerlichen Grenzwerte sind zu beachten?

Vereine werden steuerlich begünstigt, wenn diese ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige verfolgen und die Allgemeinheit selbstlos fördern. §§ 51 Abs. 1 Satz 1, 52 Abs. 1 Satz 1, 55, 56, 57 AO.

Dazu heißt es unter anderem explizit in § 55 Abs. 1 Nr. 1 AO: "Mittel der Körperschaft dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder [...] dürfen [...] in ihrer Eigenschaft als Mitglieder auch keine sonstigen Zuwendungen aus Mitteln der Körperschaft erhalten. Die Körperschaft darf ihre Mittel weder für die unmittelbare noch für die mittelbare Unterstützung oder Förderung politischer Parteien verwenden."

Ausgehend von diesem Grundsatz gibt es Sachverhalte, die dennoch als zulässig erachtet werden.

Nr. 10 des AEAO zu § 55: "Mitglieder dürfen keine Zuwendungen aus Mitteln der Körperschaft erhalten. Dies gilt nicht, soweit es sich um Annehmlichkeiten handelt, wie sie im Rahmen der Betreuung von Mitgliedern allgemein üblich und nach allgemeiner Verkehrsauffassung als angemessen anzusehen sind."

 

Ehrungen - Wo finde ich das Formular für Ehrungsanträge?

Auszeichnungen für langjährige Mitgliedschaft und Ehrungen für besondere Verdienste in der DLRG sind durch die Ehrungsordnung des Bundesverbandes geregelt.

Für Ehrungsanträge werden daher ausschließlich die Formulare des Bundesverbands verwendet.


Expert: Thorsten Witteler
Elektronische Übermittlung von Zuwendungsbestätigungen

Quelle: 6.3.2017 - Mailinglist Finanzen - Bundesschatzmeister

Liebe Schatzmeisterinnen, liebe Schatzmeister,

aktuell wird in der Presse  bekannt gegeben, dass Spendenbescheinigungen auch elektronisch erteilt werden können.

Dies gilt aber nur für Spendenempfänger, die dem zuständigen Finanzamt die Nutzung eines Verfahrens zur maschinellen Erstellung von Zuwendungsbestätigungen gemäß R 10b.1 Abs. 4 EStR angezeigt haben.

Mit der Anzeige nach R 10b.1 Abs. 4 EStR muss dem Finanzamt folgendes angezeigt werden:

  1. die Zuwendungsbestätigungen entsprechen dem amtlich vorgeschriebenen Vordruck,
  2. die Zuwendungsbestätigungen enthalten die Angabe über die Anzeige an das Finanzamt,
  3. eine rechtsverbindliche Unterschrift wird beim Druckvorgang als Faksimile eingeblendet oder es wird beim Druckvorgang eine solche Unterschrift in eingescannter Form verwendet,
  4. das Verfahren ist gegen unbefugten Eingriff gesichert,
  5. das Buchen der Zahlungen in der Finanzbuchhaltung und das Erstellen der Zuwendungsbestätigungen sind miteinander verbunden, und die Summen können abgestimmt werden, und
  6. der Aufbau und Ablauf des bei der Zuwendungsbestätigung angewandten maschinellen Verfahrens sind für die Finanzbehörden innerhalb angemessener Zeit prüfbar (analog § 145 AO); dies setzt eine Dokumentation voraus, die den Anforderungen der Grundsätze ordnungsmäßiger DV-gestützter Buchführungssysteme genügt.

Ab dem Veranlagungszeitraum 2017 sollen Spendenbescheinigungen mit Zustimmung des Spenders (per Vollmacht) vom Spendenempfänger direkt elektronisch an das FA übermittelt werden können, die technischen Voraussetzungen sind voraussichtlich ab Juni 2017, über das ELSTER Portal, vorhanden.

Aktuell raten wir von der Teilnahmen an den o.g. Verfahren ab, sofern weitere Informationen vorliegen, kommen wir erneut auf euch zu.

Gruß

das Team der Bundesschatzmeister

Reisekosten - Steuerlicher pauschaler Kilomentersatz für Fahrtkosten

Die im Bezirk angewendeten Kilometerpauschalen wurden unter Berücksichtigung der steuerlichen Vorgaben festgelegt.

Gesetzliche Grundlage: § 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 4a Satz 2 EStG

Darin Verweis auf das Bundesreisekostengesetz: § 5 Abs. 2 BRKG

Ausführungen in der Lohnsteuerrichtlinien: R 9.5 LStR, H 9.5 "Pauschale Kilometersätze" LStR

Darin Verweis auf "Ergänztes BMF-Schreiben zur Reform des steuerlichen Reisekostenrechts ab 1. Januar 2014" vom 24. Oktober 2014 (BStBl. I S. 1412).

Zitat Rz. 36 Satz 1: "Statt der tatsächlichen Aufwendungen kann aus Vereinfachungsgründen typisierend je nach Art des benutzten Verkehrsmittels (z. B. PKW, Motorrad) auch ein pauschaler Kilometersatz (höchste Wegstreckenentschädigung nach dem Bundesreisekostengesetz für das jeweils benutzte Beförderungsmittel: Benutzung eines Kraftwagens, z. B. PKW 0,30 Euro, für jedes andere motorbetriebene Fahrzeug 0,20 Euro) für jeden gefahrenen Kilometer angesetzt werden (§ 9 Absatz 1 Satz 3 Nummer 4a Satz 2 EStG)."


Expert: Thorsten Witteler
Reisekosten - Wo finde ich das Formular für die Reisekostenabrechnung?

Für Reisekostenabrechnungen werden im Bezirk die Formulare des Bundesverbands verwendet.

Für Veranstaltungen der Jugend des Bezirks kann auch das Formular der Bundesjugend verwendet werden.

Hinweis: Im Bezirk Main gilt bislang für die KFZ-Benutzung noch ein Kilometer-Satz i.H.v. 0,30 EUR. Dieser Betrag erhöht sich nicht durch zusätzliche Mitfahrer. Im Übrigen finden die Bestimmungen der Reisekostenordnung auf Bundesebene Anwendung. Diese sind auf der zweiten Seite des oben verlinkten Formulars abgedruckt.


Expert: Thorsten Witteler